Trümmerteile und Betriebsstoffe waren großflächig verteilt. © Markus Klümper
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Drei Verletzte und Trümmerfeld nach A45-Unfall

Die Polizei ist sich sicher: Bei diesem Unfall, der sich am Montagabend, 17. März, auf der Sauerlandlinie ereignete, waren zwei der Beteiligten mit hoher Geschwindigkeit unterwegs. Drei PKW sind kollidiert, zwei erlitten Totalschäden und mussten abgeschleppt werden. Drei Fahrzeuginsassen kamen verletzt ins Krankenhaus.

LÜDENSCHEID (mk) Die Polizei kann derzeit nur grobe Angaben über den Unfallhergang machen: “Es kam bei hoher Geschwindigkeit zu einer Kollision, ein PKW ist dem anderen ins Heck gefahren. Der hat sich daraufhin gedreht und ein weiteres Auto touchiert”, erklärt die Pressestelle der für diesen Autobahnabschnitt zuständigen Dortmunder Polizei. Ein Fahrzeug sei auch die Mittelleitplanke geschleudert, heißt es. So ganz minutiös wird der Unfall, der sich gegen 20.45 Uhr kurz nach der Auffahrt Lüdenscheid-Süd in Fahrtrichtung Frankfurt ereignete, wohl auch nicht mehr rekonstruiert, da glücklicherweise niemand schwerer verletzt worden ist.

Der Fahrer dieses VW Polo ist dem Touran ins Heck gefahren. @ Markus Klümper

Das war vorher nicht abzuschätzen. Insbesondere der beteiligte VW Polo ist zerstört. Unfallzeugen befürchteten, dass in den Fahrzeugen Verletzte eingeklemmt sein können. Daher ist die Feuerwehr sofort mit großer Mannstärke ausgerückt: “Als wir eintrafen, hatten schon alle Personen die Autos verlassen”, relativiert Einsatzleiter Jan Dämmer. Der Einsatzleiter ist der einzige “Hauptamtliche” an der Unfallstelle, da die Hauptamtliche Wache kurz vor der Alarmierung zu einem Industriebetrieb ausgerückt war, wo die Brandmeldeanlage ausgelöst hatte. Daher wurden nun die Löschzüge Brüninghausen (3) und Homert (5) gefordert. Ausserdem wurden zwei Rettungswagen und ein Notarzt entsandt. Somit insgesamt 30 Einsatzkräfte.

Auch der Touran musste abgeschleppt werden. © Markus Klümper
Die Feuerwehr war mit etlichen Einsatzkräften vor Ort.

Nach Sichtung und Untersuchung von sechs Fahrzeuginsassen kamen drei von ihnen ins Krankenhaus. Sie gelten als leichtverletzt. Für die Feuerwehr gab es auch so genug zu tun: Die Unfallstelle musste abgesichert und ausgeleuchtet werden, Trümmerteile und ausgelaufene Betriebsstoffe hatten sich großflächig verteilt. Auch klemmten die Wehrleute Batterien ab und stellten den Brandschutz sicher.

Die Richtungsfahrbahn musste komplett gesperrt werden: Das Wrack des VW Polo stand noch nahe der Mittelleitplanke, der Fahrer des beteiligten Touran konnte noch auf den Seitenstreifen fahren. Dort kam in einiger Entfernung auch der dritte Beteiligte zum Stehen, dessen Fahrzeug aber nicht abgeschleppt werden brauchte. Die Sperrung konnte erst gegen 22.11 Uhr aufgehoben werden. Zwischenzeitlich kam es zu einem massivem Rückstau über mehrere Kilometer.