Zum Glück konnte der Waldbrand zügig gelöscht werden. @ Markus Klümper
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300 Quadratmeter Waldboden brannten in Brügge

Mit Flächenbränden geht in diesem Jahr ziemlich früh los, die anhaltende Trockenheit macht den Feuerwehren Sorgen. In Lüdenscheid war die Einsatzstelle zunächst schwer zu finden — und die hauptamtliche Wache in einem parallelen Einsatz gebunden.

LÜDENSCHEID (mk) Die Bevölkerung hat offenbar ein wachsames Auge auf die Wälder: Als am Dienstag, 2. April, eine Rauchsäule über Brügge aufging, meldeten sich mehrere Zeugen bei der Feuer- und Rettungsleitstelle. Leider war zunächst nur schwer einzugrenzen, in welchem Bereich es tatsächlich brannte. Am Ende fanden die Einsatzkräfte rund 300 Quadratmeter brennenden Waldboden im Waldstück oberhalb des Hubertusweges. “Problem war erstmal, die Stelle zu finden, die ist etwas abgelegen”, berichtet Einsatzleiter Lars Kessner. Allerdings sei ohnehin der Löschzug Brügge frühzeitig alarmiert worden, und da gäbe es Kameraden mit den richtigen Ortskenntnissen.

Auch mit Spezialfahrzeugen war die Lüdenscheider Wehr vor Ort. © Markus Klümper

Als der Alarm um 16.45 Uhr einging, waren Kräfte der hauptamtlichen Wache noch mit einem weiteren Einsatz beschäftigt: An der Autobahnanschlussstelle Lüdenscheid-Mitte hatte sich im Bereich der Auffahrt ein Unfall mit einer leichtverletzten Person ereignet. So mussten sich die Kräfte vom Löschzug 4 aus Brügge erstmal weitgehend alleine um den Flächenbrand kümmern, bekamen aber immerhin Unterstützung durch ein “Mehrzweckfahrzeug für die Vegetationsbrandbekämpfung” sowie einem Hilfeleistungslöschfahrzeug der Wache Lüdenscheid-Nord. So waren am Ende etwa 30 Feuerwehrleute im Einsatz und hatten den Brand auf dem Waldboden schnell unter Kontrolle. Dabei half spezielles Werkzeug wie Waldbrandhacken oder D‑Rohre für sparsamen Wasserverbrauch: “So konnten wir gut mit dem Wasser hinkommen, dass wir auf den Fahrzeugen hatten”, erklärt der Einsatzeiter die Vorgehensweise.

Der betroffene Bereich war zumindest recht gut erreichbar. @ Markus Klümper

Insgesamt wurden für den Einsatz etwa zweieinhalb Stunden aufgewandt, inklusive der Nachbereitung, schätzt Kessner. Und gibt sich angesichts der Trockenheit beunruhigt, da die “Waldbrand-Saison” schon ausgesprochen früh im Jahr beginnt. Das sei die negative Auswirkung der Witterung, “so schön das Wetter für einen persönlich auch ist”, so Kessner. Was diesen Brand nun ausgelöst hat, bleibt unklar. Weder eine Zigarettenkippe noch eine Glasscherbe ließen sich ausmachen, durch die das Feuer eventuell entfacht worden ist.

Weitere Bilder vom Waldbrand: