Polizei findet Ursache des verheerenden Brandes
Seit dem vergangenen Freitag bewegt der Brand Am Nocken die Menschen in und um Kierspe. Während den Betroffenen, die Dach über dem Kopf verloren haben, schnell geholfen wird, hat auch die Polizei zügig ermittelt, was zu diesem Inferno geführt hat.
KIERSPE (mk) Auch beim zweiten, weitaus schlimmeren Einsatz für die Kiersper Feuerwehr am vergangenen Freitag, 21. März, war eine Zigarette wohl der Auslöser. Da sind sich die Brandermittler der Kriminalpolizei sicher. Die haben am Dienstagvormittag die betroffenen Häuser Am Nocken inspiziert, und den kritischen Bereich auch mit einer Drohne kontrolliert. Doch nicht nur Spuren führten zur Klärung: Es gibt nach Angaben der Polizei einen geständigen Verursacher des Feuers, durch das rund 70 Menschen obdachlos wurden. Diesem wird aber keine vorsätzliche Brandstiftung vorgeworfen, die Beamten gehen stattdessen von “unsachgemäßem Umgang” mit Zigaretten aus. Doch angesichts des immensen Schadens und der zahlreichen leichtverletzten Personen wird noch einiges auf den Verursacher zukommen.
Zwischenzeitlich hat sich vieles getan: Ein Einbrecher wurde gesichtet, der sich nachts möglicherweise zum Plündern ins Haus geschlichen hat. Bewohner der unteren Etagen durften ihre Wohnungen wieder betreten. So konnten die Menschen wichtige Dokumente oder Erinnerungsstücke retten. Und vielleicht auch die Hoffnung auf einen Neuanfang nach der Katastrophe schöpfen: Immerhin ist es der Feuerwehr gelungen, doch noch große Teile des Gebäudes zu erhalten. Auch wenn diese durch Rauchgase und Löschwasser massiv in Mitleidenschaft gezogen worden sein dürften. Zumindest erscheint eine mögliche Sanierung des Wohnblocks nicht völlig unrealistisch. Ausgebrannt sind vor allem drei Wohnungen in der obersten Etage.
Die Solidarität und Tatkraft, mit der den rund 70 Betroffenen geholfen wird, ist unbeschreiblich. Bürgermeister Olaf Stelse und die Mitarbeiter der Stadt arbeiten mit Hochdruck daran, den Menschen so schnell und umfassend zu helfen, wie es nur geht. Im sozialen Bürgerzentrum “Hand in Hand” türmten sich am vergangenen Samstag die Sachspenden, und bei “Menschen helfen” rotieren die Ehrenamtlichen sprichwörtlich. Immerhin ist man hier durchaus erfahren, schnell Wohnraum auszustatten, weil dies durch Flüchtlingswellen immer mal wieder nötig wurde. In kürzester Zeit dermaßen viele Wohnungen zu bestücken, ist allerdings schon eine kaum zu bewältigende Aufgabe.
Zweifellos wird dieser Brand, bei dem das betroffene Gebäude weithin sichtbar im Stadtbild steht, noch lange die Menschen in Kierspe beschäftigen.
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