Waldbrand an der Nordhelle bei Hochsitz ausgebrochen
Update Freitag, 4. April, 12.10: Wie die Polizei mitteilte, wird nach dem Flächenbrand nun wegen “Herbeiführens einer Brandgefahr” ermittelt. Die Ermittlungen haben ergeben, dass das Feuer unmittelbar unterhalb eines Hochsitzes ausgebrochen war. Nun wird nach Jugendlichen mit Fahrrädern gesucht, die sich nach Zeugenangaben zum fraglichen Zeit dort aufgehalten haben sollen. Die Feuerwehr wurde um 16.30 Uhr alarmiert, um 21.20 waren die Löscharbeiten abgeschlossen. Eine Nachtschicht blieb den Wehrleuten somit erspart. Die L707 blieb während der gesamten Einsatzdauer voll gesperrt. Gebrannt hatte vorwiegend Wiesenfläche, aber auch ein Holzsstapel hatte Feuer gefangen. Es wird angesichts der Trockenheit nochmal deutlich vor der hohen Waldbrandgefahr gewarnt.
Ein Waldbrand nahe der L707 zwischen Valbert und Herscheid breitete sich auf rund 6000 Quadratmeter aus. Im Einsatz ist der Schlauchwagen des Meinerzhagener Löschzug 2 und sogar der Wassertransportzug für den Südkreis. Inzwischen ist das Feuer unter Kontrolle.
MEINERZHAGEN (mk) Oftmals wirkt es abseits der Rauchentwicklung harmlos, aber Flächenbrände entwickeln schnell Dimensionen, die für die Feuerwehr einen kräftezehrenden Einsatz bedeuten. So auch am Donnerstagnachmittag, 3. April, an der Nordhelle. Mehr als ein halber Hektar Waldboden war betroffen, die Feuerwehr löschte mit sechs “D‑Rohren”, mit speziellen Hacken wurde der betroffene Waldboden umgegraben, um Glutnester zu suchen. Zum Glück war die Einsatzstelle für die insgesamt 70 Kräfte einigermaßen gut erreichbar.

Manche davon waren im Pendelverkehr unterwegs: Etwa ein halbes Dutzend Feuerwehrfahrzeuge aus dem ganzen Südkreis bildeten den sogenannten Wassertransportzug. Beispielsweise aus Halver, Kierspe und Schalksmühle wurden Fahrzeuge mit einem besonders großen Löschwassertank entsandt. Diese tankten an einem Hydranten in Valbert, und pumpten das Wasser in zwei bereitstehende Löschwasserbecken. Von hier aus ging es dann per Schlauch in den Wald: Erneut bewährte sich der Schlauchwagen des Löschzugs Valbert, mit dem über längere Distanzen eine Löschwasserversorgung aufgebaut werden.


Auf einen Stadtalarm konnte diesmal noch verzichtet werden: “Es waren aber Kräfte aller Meinerzhagener Einheiten im Einsatz”, berichtet Feuerwehrsprecher Tobias Schuster, der gegen 18.30 Uhr noch die Hoffnung hatte, der Einsatz könnte binnen zwei Stunden abgearbeitet sein. Das hat sich aber nicht bewahrheitet, was zeigt, wie unkalkulierbar solche Brände sind. Um 22.00 Uhr erklärte ein Sprecher der Feuer- und Rettungsleitstelle, der Brand sei sowohl in Meinerzhagen als auch bei einem zeitgleich laufen Waldbrand-Großeinsatz in Altena unter Kontrolle. An der Nordhelle sind aber noch Nachlöscharbeiten sowie eine Brandwache erforderlich: “Dazu wurde die Einsatzstelle ausgeleuchtet, und es verbleiben Einsatzkräfte in Löschzugstärke vor Ort”. Um die Verpflegung der zahlreichen Feuerwehrleute kümmerten sich Helfer des Deutschen Roten Kreuzes, die bereits frühzeitig alamiert worden waren.
Wir berichten weiter!
Weitere Bilder vom Waldbrand-Einsatz: