Der Opel blieb nach dem Überschlag auf der Fahrerseite liegen. © Markus Klümper
HalverSchalksmühle

Überschlag soll Folge eines Ausweichmanövers sein

Die wichtige Verbindungsstraße zwischen der L528 bei Halver und dem Schalksmühler Ortskern ist gefährlich. Brisante Situationen ergeben sich auch im Begegnungsverkehr immer wieder, auch tödliche Unfälle sind in diesem Bereich schon passiert. Unrealistisch ist die Aussage des Verunfallten also keineswegs.

HALVER (mk) Zunächst bleibt festzustellen: Im Ergebnis hätte dieser Unfall am Montagabend, 31. März, weit schlimmer enden können. Zwar ist der Opel Astra völlig zerstört, und der Fahrer kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Angesichts der Dramatik früherer Autounfälle auf dieser brisanten Strecke muss man schon von einem “zuverlässigen Schutzengel” sprechen. Und von hoher Sicherheit des Opel Kombis: “Hier haben mehrere Airbags ausgelöst”, beschreibt ein Polizist die Maßnahmen, mit der der Astra seinen Insassen geschützt hat.

Airbags haben wahrscheinlich vor schlimmeren Verletzungen geschützt. © Markus Klümper

Dankbar kann der 20 Jahre alte Breckerfelder, der selbständig aus dem Wrack aussteigen konnte, auch mehreren Helfern sein: Ein 33 Jahre alter Notfallsanitäter aus Halver kam kurz nach dem Unfall gegen 21.30 Uhr zufällig vorbei und und kümmerte sich um den jungen Mann, bis der Rettungswagen eintraf. Kurz danach hielten weitere Fahrzeuge: Gleich eine Reihe von jungen Erwachsenen verhält sich an der Unfallstelle vorbildlich.

Auch mit diesem Baum kollidierte der Astra seitlich.

Von einem roten PKW indes fehlt jede Spur. Dabei sei ihm dieser mit eingeschaltetem Fernlicht und mitten auf der Straße entgegengekommen, schildert der Verunglückte der Polizei. Der Unfall soll demnach die Folge eines Ausweichmanövers gewesen sein, als der Breckerfelder die Straße in Richtung Schalksmühle befuhr. Fest steht: Er kam zunächst nach rechts von der Straße ab und streifte einen Baum. Anschließend schleuderte er zur gegenüberliegenden Straßenseite und prallte abermals seitlich gegen einen Baum. Der Kombi pflügte er durch den Straßengraben, überschlug sich mit dem Opel Astra, und blieb mit diesem auf dem Asphalt liegen. Größere Mengen Schotter vom Straßenrand wurden auf der Fahrbahn verteilt.

Manchmal muss die Feuerwehr kurzerhand zum Besen greifen.

Darum kümmerten sich zwölf Feuerwehrleute vom Halveraner Löschzug 1. Vorrangig sicherten sie aber die Unfallstelle und streuten auslaufende Betriebsmittel ab. Der Unfallwagen wurde rundherum demoliert. Zu einer Berührung mit dem roten, mutmaßlichen Auslöser des Fahrmanövers ist es aber wohl nicht gekommen. Auch angehalten hat dieser nicht, sondern nach Angaben des Breckerfelders von der Unfallstelle entfernt. Daher ermittelt die Polizei nun wegen einer möglichen Unfallflucht. Ob die Darstellung des jungen Opelfahrers korrekt ist, ist nicht bewiesen. Unrealistisch ist sie allerdings keineswegs. Hinweise auf eingeschränkte Fahruntüchtigkeit bei dem 20-Jähren haben sich nicht ergeben.

Die Unfallstelle blieb bis Mitternacht voll gesperrt, bis der Wagen geborgen und die Unfallaufnahmen durch die Polizei abgeschlossen war. Der Autofahrer wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht und dort stationär aufgenommen.

Weitere Eindrücke von der Unfallstelle: