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Auch Bevölkerung geschockt: Viel Hilfe für Brandopfer rollt an

Das Feuer in dem großen Mehrfamilienhaus war am Abend noch immer nicht gänzlich gelöscht, da formiert sich rund um die Raukstadt eine Welle der Solidarität. Zahlreiche Menschen bieten in den sozialen Medien ihre Unterstützung an, auch Besitzer von Ferienwohnungen melden sich, um schnell Wohnraum für die Menschen zu bieten, die wohl auch mittelfristig nicht in ihre Wohnungen Am Nocken zurückkehren können. Schwerer verletzt wurde niemand, aber ein Kind wurde für geraume Zeit vermisst.

Das DRK kümmert sich um Betroffene, die in der Sporthalle untergekommen sind. Fotos: Markus Klümper

KIERSPE (mk) Der verheerende Brand in dem großen Mehrfamilienhaus war am Abend noch immer nicht gänzlich gelöscht, da formiert sich rund um die Raukstadt eine Welle der Solidarität. Zahlreiche Menschen bieten in den sozialen Medien ihre Unterstützung an, auch Besitzer von Ferienwohnungen melden sich, um schnell Wohnraum für die Menschen anzubieten, die wohl auch mittelfristig nicht in ihre Wohnungen Am Nocken zurückkehren können.

Viele Menschen brachten Sachspenden wie Kleidung und Spielzeug zur Halle — vorläufig auch genug.

Um überhaupt ein Dach über dem Kopf zu haben, wurde die Sporthalle am Felderhof als Notunterkunft hergerichtet. Bemerkenswert: Im Jahre 2007 wurde das Gebäude neu gebaut, nach dem die vorherige Halle im Jahr zuvor abgebrannt war. Abseits von mehrtägigen Unwetterlagen war das damals der wohl größte Einsatz in der Geschichte der Kiersper Feuerwehr. Der Brand Am Nocken dürfte ähnliche Dimensionen haben. Und ist in vielen Aspekten noch viel schlimmer: “Damals wurde niemand verletzt, es wurden keine Menschen obdachlos”, ordnet Feuerwehrsprecher Christian Schwanke ein. Stand Freitagabend mussten sechs Menschen vom Rettungsdienst betreut werden: Zwei Bewohner, drei Feuerwehrleute, aber auch eine verletzte Polizistin. Alle kamen mit Verdacht auf einen Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Am Abend lichtete sich allmählich auch heftige Staubwolke, um 19.45 Uhr gab es auch Entwarnung per NINA-App.

Die “Einsatzeinheit 2” wird am Samstagmorgen von der “EE 3” abgelöst

Eine erstaunlich große Anzahl der rund Betroffenen brauchte zunächst keinen behördliche Hilfe: “Wir kümmern uns hier um 29 Personen”, berichtet Werner Neuhoff vom DRK Halver. Das Deutsche Rote Kreuz hat mit seiner “Einsatzeinheit 2” des Märkischen Kreises die Sporthalle zur Notunterkunft umgebaut. Feldbetten stehen bereit, auch Tische und Bänke als Aufenthaltsraum. Insgesamt 30 ehrenamtliche Helfer sind unermüdlich im Einsatz. Nicht nur vor Ort in Kierspe, sondern auch in Halver: “In unserer Küche im DRK-Heim wird das Essen vorbereitet, auch die Verpflegung für die Feuerwehrleute an der Einsatzstelle”, erklärt Neuhoff. An der Sporthalle sammeln sich bereits Sachspenden: Bekleidung, aber auch Spielzeug, die von den Betroffenen dankbar angenommen werden. Dazwischen friedliche Kinder, die sich mit der Situation arrangieren. Vorerst für die Menschen gesorgt: “Wir haben für´s Erste genug Sachspenden”, so Neuhoff. Wie es in den kommenden Tagen ausschaut, ist eine andere Frage. Hier haben bereits soziale Vereine aus Kierspe Unterstützung angekündigt.

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Weitere Bilder vom Abend nach dem Brand-Inferno Am Nocken:

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