Zweiter Stadtwehrappell — erstmalige Ehrung für 50 Jahre in der Wehr
Der Großbrand im Wohnhaus Am Nocken steckte der Kiersper Wehr noch “in den Knochen”: Eine knappe Woche ist es her, dass die Freiwillige Feuerwehr ihre Leistungsfähigkeit bewiesen hat. Grund genug, um die ehrenamtliche Arbeit zu würdigen, aber auch andere Einsätze Revue passieren zu lassen.
KIERSPE (mk) Das Format eines Stadtwehrappells hat die Freiwillige Feuerwehr Kierspe am Samstag, 29. März, fortgeführt. Der feierliche Abend im Gerätehaus “Stadtmitte” brachte die Einsatzkräfte aller drei Löschzüge, der Jugend- sowie der Kinderfeuerwehr zusammen. Mit dabei waren auch die Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung sowie der Unterstützungsabteilung. Der Einladung in die Fahrzeughalle des Löschzugs 1 folgten auch Bürgermeister Olaf Stelse und weitere Vertreter aus Rat und Verwaltung. Darüberhinaus kamen befreundete Hilfsorganisationen zu Besuch: Helferinnen und Helfer vom Deutschen Roten Kreuz, vom Technischen Hilfswerk sowie von der Wipperfürther Löschgruppe Klaswipper. Auch Kreisbrandmeister Michael Kling besuchte die feierliche Veranstaltung.

Wehrleiter Mike Budde begrüßte seine Feuerwehrkameradinnen und Kameraden, und natürlich die zahlreichen Gäste zum diesjährigen Stadtwehrappell. Wie anschließend auch Bürgermeister Olaf Stelse danke er für den Einsatz beim Großbrand Am Nocken, aber auch für das Engagement im Alltag. Bei weniger spektakulären Einsätzen, für die die Einsatzkräfte auch ständig bereit stehen. Für die Notlagen, bei denen die Einsatzkräfte mitten in der Nacht aufstehen, um Menschen beizustehen. Andreas Pfaffenbach hatte manches Beispiel aus der Einsatzstatistik parat, um die Leistung der Wehr zu unterstreichen.

Dabei darf eines nicht vergessen: Nicht nur die Einsatzfahrten verlangen den Kameradinnen und Kameraden eine Menge ab, sondern auch die Übungsdienste und andere wichtige Tätigkeiten. Hier wird Freizeit investiert, die für andere Beschäftigungen fehlt. Und auch in der Familie: Ein Aspekt, der bei Ehrungen stets gewürdigt wird. Dass die Aufgaben in der Zukunft weder kleiner noch weniger werden, macht Kreisbrandmeister Michael Kling in seiner Ansprache deutlich. Das betrifft Türöffnungen, um dem Rettungsdienst den Weg zu Menschen in hilfloser Lage zu ermöglichen, aber auch Waldbrände und schwere Unwetterlagen: Das Ehrenamt in der Freiwilligen Feuerwehr wird weiterhin sehr fordernd sein. Ein Blick in die Gesichter der zuhörenden Einsatzkräfte zeigt aber: Die Motivation ist groß, jeder ist bereit, zum Wohl der Bevölkerung “anzupacken”.
Ein Stadtwehrappell ist natürlich auch ein Anlass, angemessen zu feiern. Auch das gehört an so einem Abend dazu. Eher weniger der vermeintliche Gebäudebrand, für den etliche Einsatzkräfte am späten Abend zur Hagener Straße ausrücken mussten. Der Grund war ein “Fehlalarm in guter Absicht”: Eine Anwohnerin hatte beobachtet, wie sich die Flammen einer Feuerwehrtonne in einer Fensterscheibe reflektierten, und hielt dies für Flammen im Nachbarhaus. Aufgrund des “sehr prägnanten” Notrufes löste die Feuer- und Rettungsleitstelle mit “Feuer 1” sogleich Zugalarm aus. Vor Ort konnte das Missverständnis umgehend aufgeklärt werden. Sogleich konnten sich die ausgerückten Kräfte dem geselligen Teil des Abends widmen. Die Musik dazu kam auch aus eigenen Reihen: Der Spielmannszug griff im Laufe des Abends mehrfach zu den Instrumenten und unterhielt mit drei Musikstücken.

Ehrungen:
Das Engagement in einer ehrenamtlichen Hilforganisation wie der Freiwilligen Feuerwehr braucht oft Ausdauer und auch Motivation. Nicht zuletzt die volle Unterstützung der eigenen Familie, denn der Dienst ist nicht selten aufopferungsvoll und anstrengend. Wenn dieser über Jahrzehnte treu erbracht wird, ist das ein Anlass für eine besondere Anerkennung. Erstmalig konnte in der Kiersper Wehr ein Jubiläum für 50 Jahre Arbeit in der Feuerwehr geehrt werden. Dankende und lobende Worte gab es dazu nicht von Wehrleiter Mike Budde, sondern auch von den Einheitsführern des Löschzugs Stadtmitte Nadine Dörseln und Torben Standhaft. Gleich zwei Kameraden wurde die Ehre zuteil:
Michael Brück und Ralf Potthoff wurden mit dem Ehrenkreuz des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Beide leisten seit einem halben Jahrhundert ehrenamtlichen Dienst in der Kiersper Wehr. Brück auch weiterhin aktiv, während Potthoff nun in die Alters- und Ehrenabteilung übertritt.
Weiterhin wurde das Ehrenkreuz des Landes verliehen an Christian Schwanke und Ralf Pennekamp für 25 sowie 35 Jahre treuen Dienst in der Feuerwehr
Neben dieser Anerkennung erhielten die vier Geehrten, die alle zum Löschzug Stadtmitte gehörten, Geschenkkörbe und Blumen für die jeweiligen Ehefrauen.
Jubiläen im Spielmannszug:
Als Einheitsführer des Spielmannszuges durfte Christian Schwanke mit Einheitsführerin Monika Nettemeyer direkt im Anschluss selbst Kameradinnen und Kameraden für langjährigen Dienst in der Musik-Abteilung der Kiersper Wehr auszeichnen:
Marvin Nettemeyer für 15 Jahre
Lisa- Marie Jörg für 25 jahre
Stefan Hansen für 35 Jahre
Die Abteilung hat sogar Zuwachs bekommen: Der beim Stadtwehrappell anwesende Gordan Dudas (MdL, SPD) wurde als Ehren-Feuerwehrmusiker aufgenommen. Er pflegt zum Spielmannszug gibt es eine langjährige Verbindung, Dudas war bereits Mitglied der Unterstützungsabteilung.
Vom stellvertretendenden Kreis-Jugendfeuerwehrwart Frank Schmidt wurden für ihre Dienste in der Jugendfeuerwehr Kierspe ausgezeichnet
Anica Dörseln mit der Ehrennadel in Silber
Laura Dittman und Jo-Julian Dittmann mit der Ehrennadel in Bronze
Mit der Kinderflamme in Silber wurden folgende Kinder der Kinderfeuerwehr von der Wehrleitung und Einheitsführern Claudia Grau und Mike Söhl ausgezeichnet:
Silas Pennekamp
Tilda Weber
Mit der Kinderflamme in Bronze wurden ausgezeichnet
Ben Luca Becker
Jan Döring
Sam Joel Hagemeister
Kira Homburg
Jasmin Jakubik
Felix Jungmann
Dylan Katt
Tim Kugel
Laura Niemann
Nick Schefe
Leni Seidel
Ernennungen
Zu stellvertretenden Gruppenführern im Löschzug Rönsahl wurden ernannt:
Nils Freyberg
Alexander Ott
Zu stellvertretenden Einheitsführern der Jugendfeuerwehr wurden ernannt:
Laura Dittman und Leon Hallmann
Außerdem sind Lukas Hedfeld und Vivian Kliewer nun Betreuer in der Jugendfeuerwehr
Christoph Auerswald wurde als stellvertretender Einheitsführer der Jugendfeuerwehr entpflichtet.
In der Kinderfeuerwehr wurden Celine Stegmann, Daniel Rösges und Anja Neumann-Clever zu Betreuern ernannt.
Beförderungen
Im Löschzug 1 “Stadtmitte” wurden befördert:
Zu Feuerwehrmännern:
Nathan Barth
Phil Peckaus
Zum Hauptfeuerwehrmann:
Maurice Frese
Zur Oberfeuerwehrfrau:
Sandra Hallmann
Zu Unterbrandmeistern:
Marvin Nettemeyer
Christian Oehlert
Daniel Schürmann
Zur Oberbrandmeisterin:
Jasmin Bölling
In der Löschgruppe Vollme wurden befördert:
Zu Feuerwehrmännern / zur Feuerwehrfrau:
Tom Albus
Jonas Dallmeyer
Nick Pircher
Marcel Pokorny
Loreley Wegner
Zu Oberfeuerwehrmännern / zur Oberfeuerwehrfrau:
René Steinkühler
Robin Krumm
Florian Pilske
Celine Stegmann
Zum Brandmeister
Dustin Ellert
Im Löschzug 3 “Rönsahl” wurden befördert:
Zum Feuerwehrmann / zur Feuerwehrfrau:
Nico Felder
Melissa Stüttgens
Zum Oberfeuerwehrmann:
Florian Grohnert
Patrick Stüttgens
Marvin Tietze
Zum Hauptfeuerwehrmann:
Sven Markus
Zum Unterbrandmeister
Nils Freyberg
Zum Hauptbrandmeister:
Alexander Ott
Weitere Impressionen vom diesjährigen Stadtwehrappell: